Volterra

Einer der herausragenden Orte des Chianti-Gebiets ist Volterra. Herausragend trifft es in diesem Fall sogar wörtlich, befindet sich das Dorf doch auf einem 500 Meter hohen Bergrücken und ist dadurch schon von weitem sichtbar. Fährt man durch diese karge und flache Gegend des Chianti, kann man das wunderschöne Volterra also kaum verpassen. Hat man das Auto nach kurvenreicher Anfahrt über zahlreiche Serpentinen etwas außerhalb der historischen Altstadt geparkt und den Stadtkern durch das Stadttor Porta all’ Arco betreten, ist es als würde man in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt. Alte kleine Häuschen drängen sich dicht an dicht und geben den Blick auf das Umland zunächst kaum frei. Erst, wenn man die etruskische Stadtmauer erreicht hat, kann man die Aussicht in die Ferne genießen.
Doch man sollte sich auch der Innenstadt des Ortes widmen. So hat Volterra eine beeindruckende alte Festung der Medici und ein Kloster aufzubieten. Die Festung wird heutzutage als Gefängnis genutzt, weswegen eine Besichtigung nicht möglich ist.
Etwas außerhalb des Stadttores befinden sich die Ruinen eines alten römischen Theaters, welches zur Zeit Kaiser Augustus’ errichtet wurde und damals Platz für 2000 Zuschauer bot.
An Volterras zentralem Platz steht der Palazzo die Priori, heute das Rathaus, der romanische Dom und einige andere mittelalterliche Paläste. Da Volterra früher einer der Hauptorte der Etrusker war, gibt es natürlich auch ein etruskische Museum, in welchem etruskische Kunst und Geschichte ausgestellt wird.
Unterbringungsmöglichkeiten sind in Volterra eher selten, so dass man am besten ein Ferienhaus im Umland mietet. Hier sind zahlreiche Unterkünfte im Angebot, wie Sie für die Toskana typisch sind. Auf Hügeln gelegene alte Landgüter mit von Zypressen gesäumten Zufahrten. So sollte ein Urlaub im Chianti oder ein Zwischenstopp einer Rundreise durch die Toskana aussehen.

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